Landtagsabgeordneter Hermann Imhof zu Besuch im St. Theresien-Krankenhaus

Von links nach rechts: Sr. Marie Petra Beck, Torsten Lübben, Dr. Rainer Beyer, Hermann Imhof MdL, PD Dr. med. Christian R. Löhberg

23.06.2016/am

Auf Einladung der Geschäftsführung besuchte der Nürnberger CSU-Landtagsabgeordnete Hermann Imhof das St. Theresien-Krankenhaus. Der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung fühlt sich nach eigenen Worten dem Haus eng verbunden, u.a. kamen er selbst und seine drei Kinder hier zur Welt.

Die Beauftragte der Provinzleitung, Sr. Marie Petra Beck, hieß gemeinsam mit dem Hauptgeschäftsführer der TGE Tägergesellschaft, Dr. Rainer Beyer, und Geschäftsführer Torsten Lübben den Gast herzlich willkommen. Anschließend führte der Leitende Arzt der Frauenklinik, PD Dr. med. Christian R. Löhberg, durch die neuen Räume der Station B 3 und des Kreißsaals.

Hermann Imhof, der auch stellvertretender sozial- und familienpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag ist, zeigte sich sehr beeindruckt vom Konzept und der Ausstattung der neuen Abteilung. Der 63-jährige Politiker setzt sich seit vielen Jahren in seiner Partei und darüber hinaus für eine bessere Personalausstattung in Krankenhäusern und Altenheimen ein.

Bei seinem Besuch mahnte er, dass es in der Gesellschaft zunehmend an der Wertschätzung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege mangele. Dies erfahre er bei seinen vielen Besuchen in bayerischen Kliniken. Auch seine eigene Tochter, die als Krankenschwester im Nürnberger Klinikum arbeite, berichte ihm von der zunehmenden Arbeitsbelastung auf den Stationen. „Mit dem Pflegestärkungsgesetz haben wir zwar einen ersten Schritt gemacht, aber weitere müssen folgen, sonst bleibt der Nachwuchs für den Pflegeberuf aus“, so Imhof. „Es ist auch Aufgabe der Politik, der Bevölkerung klar zu machen, dass dies nicht zum Nulltarif zu haben ist, sondern unser Gesundheitswesen teurer werden wird. Nur so ist ein zufriedenstellender Personalbemessungsschlüssel zu erreichen.“ Geschäftsführer Torsten Lübben merkte an, dass die zunehmende Bürokratisierung Pflegekräfte von ihrer eigentlichen Aufgabe abhalte. Hier wünsche er sich eine spürbare Entlastung. „Sehen Sie mich als Ihren Fürsprecher für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege“, erwiderte Imhof.

Das St. Theresien-Krankenhaus sieht der Landtagsabgeordnete auf einem guten Weg: „Patienten schätzen Überschaubarkeit, Zuwendung und Nähe in einer Klinik. Ihre Investitionen sind gut angelegt und führen Ihr Haus, das in Nürnberg und Umgebung einen sehr guten Ruf genießt, in eine stabile Zukunft.“ Der in seiner Partei als kritischer und mitunter auch unbequemer Geist bekannte Imhof lobte vor allem das Engagement des Trägers: „Es ist großartig, dass die Niederbronner Schwestern so engagiert für ihre Einrichtungen eintreten.“ Gleichzeitig begrüßte er die Bereitschaft der Trägergesellschaft und der Geschäftsführung auch zukunftsweisende und zuweilen ungewöhnliche Kooperationen einzugehen, wie die Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Erlangen im Bereich der Frauenheilkunde und Geburtshilfe zeige. Den Abschluss der Stippvisite bildete ein gemeinsames Mittagessen in der Personalcafeteria